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          Die klassische Reitkunst ist ein Ausbildungssystem, welches die natürlichen Anlagen des Pferdes so entwickelt, dass es sein volles athletisches Potential erreichen kann. Durch gymnastische Übungen, die auf der Biomechanik des Pferdes beruhen, wird es körperlich so gefördert, dass es einerseits an Kraft und Geschmeidigkeit zunimmt und andererseits dabei gesund bleibt.

Langfristig gesehen wird es in die Lage versetzt, sich unter dem Reiter mit der gleichen Leichtigkeit, Schönheit und Brillianz zu zeigen wie in Freiheit. Das Pferd kann sich durch diese Aufbauarbeit physisch und psychisch entfalten und gedeihen.


Dr. Thomas Ritter mit Lipizzaner Hengst, Maestoso II Shama II, in der  Piaffe am Langen Zügel

Dr. Thomas Ritter mit Lipizzaner Hengst, Maestoso II Shama II, in der Piaffe am Langen Zügel


Seine Formen werden runder und schöner, bis es einer Skulptur gleicht. Auch das psychische Wohlbefinden des Pferdes wird genährt und entwickelt, sodass es immer zuverlässiger wird und immer gehorsamer und freudiger mitarbeitet. Voller Stolz und Freude an seiner Arbeit blüht seine Persönlichkeit auf.




Shana Ritter auf der Lusitano/Araber Stute, Farrah

Shana Ritter auf der Lusitano/Araber Stute, Farrah



Die Ausbildung soll das Pferd auch zum Mitdenken anregen, damit es immer versteht, was von ihm verlangt wird. Dadurch gewinnt das Pferd an Selbstvertrauen und an Vertrauen in den Reiter. Man fängt mit physisch und psychisch einfachen, unkomplizierten Anforderungen an und geht nach und nach zu immer anspruchsvolleren Übungen über, wobei jede neue Anforderung auf den vorherigen aufbaut.

Das Pferd bestimmt die Geschwindigkeit des Fortschritts, wobei das Hauptaugenmerk auf der Verbesserung der in der Skala der Ausbildung festgehaltenen Grundlagen liegt. Je besser Pferd und Reiter die Grundlagen beherrschen, desto leichter werden ihnen auch die schwierigeren Lektionen fallen, und aus dem Handwerk kann so nach und nach die Kunst erwachsen.

Geduld, Musse und ein systematisches Vorgehen bei der Arbeit erlauben es, Rückschläge, Verletzungen und einen Vertrauensverlust zu vermeiden. Klassisches Reiten ist naturorientiertes Reiten, d.h. jedes Pferd wird im Rahmen seiner natürlichen Talente und Grenzen gefördert und in einer Haltung geritten, die seinem Gebäude und seinem Ausbildungsstand angemessen ist. Nicht jedes Pferd hat das Talent, ein Grand Prix Pferd zu werden, aber jedes Pferd profitiert von der gymnastischen Entwicklung seiner Gänge, sodass es sein volles athletisches Potential erreichen kann.

Jedes Pferd, ganz gleich welcher Rasse oder welcher Ausbildungsklasse, profitiert von einer Dressur, die ihm hilft, sich besser auszubalancieren, geschmeidiger, leichter und zuverlässiger zu werden. Ein Pferd, das auf solche Weise heranreifen darf, fühlt sich physisch wohl in seiner Haut und ist daher auch mit sich und seiner Welt glücklich und zufrieden, und nur solche Pferde machen auch dem Reiter und dem Zuschauer Freude.


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Zeichnungen von Maria Mähler: www.maria-maehler.de